OWC Boje

OWC BojeDie Technik der oszillierenden Wassersäule wird in Bojen für sehr geringe Leistungen zur Energieversorgung von Leuchtbojen eingesetzt. OWC-Bojen basieren auf einem vertikalen Rohr, welches so tief unter die Wasseroberfläche ragt, so dass es Wasserschichten erreicht in denen keine Wellenbewegung mehr stattfindet. Die im Rohr eingeschlossene Luftsäule kann der Bewegung der Wellen und der Boje somit nicht folgen. Das Steigen und Fallen des Wasserpegels im Rohr führt zu Luftbewegungen, welche eine Turbine antreiben. Die Turbine wiederum treibt einen Generator an. Auf diese Weise kann eine einfache Energieversorgung für die Boje realisiert werden. Die vom Japaner Masuda 1978  erfundenen OWC-Bojen sind bereits seit mehr als 20 Jahren im Einsatz und haben sich sowohl in den relativ flachen Gewässern vor den Küsten, in denen Schifffahrtsrouten ausgewiesen werden müssen, als auch den Bedingungen auf dem offenen Meer bewährt. Vorteilhaft sind die vielfältige Einsetzbarkeit je nach Größe und Dimension, die direkte Nutzung und Speicherung der gewonnenen Energie zur Befeuerung von Bojen und die einfache Anwendung ohne Einschränkungen an den Schifffahrtsrouten. Der Eingriff in die Bodenbeschaffenheit durch die Verankerung der Boje ist nicht nennenswert und gleich hoch  wie bei anderen Seezeichen auch. Der Eingriff in die Natur oder optische Beeinträchtigungen der Küstengebiete sind nicht nennenswert.

Durch diese Vorteile hat sich die OWC-Boje kommerziell zur Energieversorgung von Seezeichen  durchgesetzt und haben bereits 20 Jahre den Einsatz auf See überstanden. Besonders vorteilhaft ist dass sich durch die hohe Drehzahl der Turbine kein Wasser an den Kugellagern der Turbine anlagern kann und somit keine Korrosion auftritt. Das japanische Unternehmen Ryokuseisha hat bereits tausende dieser  Leuchtbojen mit Wellenenergie-Eigenversorgung produziert.