Küsten OWC

Küsten OWCDie Umsetzung des Prinzips der oszillierenden Wassersäule an der Küste erfolgt pneumatisch. Durch die Energie der einlaufenden Wellen angetrieben, strömt Wasser durch eine unter dem Meeresspiegel liegende Öffnung in eine pneumatische Kammer. Die Wassersäule schwingt mit der Frequenz der Wellen auf und ab und erzeugt so oszillierende Luftströmungen, die eine Turbine in der oberen Kammeröffnung antreiben. Die Turbine treibt einen Generator an und dieser erzeugt Strom. Als Turbine wird meist die für diesen Zweck entwickelte Wells-Turbine verwendet, die einen gleichlaufende Drehung bei wechselnder Luftströmung ermöglicht. Ein Bypass-Ventil im oberen Teil der Kammer sorgt für ein Ableiten von Energieüberschüssen bei schwerer See. Ventile im Turbinenschacht sollen die Turbinen-Generatoren-Einheit von der Kammer isolieren und zusätzlichen Schutz bei zu energiegeladenen Wellengang bieten. OWC Wellenenergieanlagen an der Küste haben den Vorteil, dass durch Vorhäfen und Einlaufkanälen die Energie auf das Bauwerk konzentriert wird. Die Anlagen können so gut auf die am Ort herrschende Wellenlänge abgestimmt werden.

Mit dem in die Hafenmole integrierten Wellenkraftwerk im Fischerdorf Mutriku wurde das erste kommerziell genutzte Wellenkraftwerk welches 2011 ans Netz ging. Doch der Weg der Entwicklung war weit und von vielen Rückschlägen gezeichnet. Den Anfang machten die Japaner 1983 mit einem Felsküsten-OWC in Sance. Norweger errichteten 1985 ein  Felsküsten-OWC in Toftestallen bei Bergen. Weitere Anlagen folgten in Japan 1986 in Niigata, 1987 in Kujukuri und 1988 in Sakata.  In Indien bei Trivandrum und in China bei Vizhinjam wurden 1990 die weitere Versuchskraftwerke geschaffen. Auf der Azoreninsel Pico 1999 und auf der schottischen Hebrideninsel Islay 2001 wurden weitere OWC Wellenenergieanlagen an der Küste errichtet.

Die OWC-Wellenkraftwerke an der Küste: