Wellenkraftwerke

Zahlreiche Konzepte und Prototypen von Wellenenergieanlagen wurden entwickelt. Um diese zu betrachten und zu unterscheiden muss man sie gruppieren. Dabei wurden verschiedene Ansätze gewählt. Eine häufig gewählte Art der Einteilung geht vom Land aus in dem die Wellenenergieanlage entwickelt wurde. Da mittlerweile baulich grundverschiedene Anlagen in einigen Ländern entwickelt oder getestet werden, ist diese Einteilung eher nicht sinnvoll. Eine weitere mögliche Klassifikation geht von der Lage des Bauwerks zur Wellenfront aus und unterscheidet zwischen:

– Begrenzer = TerminatorWellenenergieanlagen Ausrichtung

– Dämpfer = Attentuator

– Punktsystem = Point Absorber

Da verschiedene Wellenkraftwerke sowohl Terminator als auch Attentuator oder auch Attentuator und Point Absorber hinzugerechnet werden können, ist auch diese Einteilung eher nicht sinnvoll.

Eine weitere Einteilung der Wellenenergieanlagen bezieht sich auf die genutzten Teilkomponenten der Wellenbewegung: vertikal  = Wellenhub (heave) oder horizontal = Wellendruck (surge) oder die Oribalbewegung der Wellen (pitch). Es kann ebenso das Aufsteilen der Wellen genutzt werden.

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Die pneumatische Kammer oder (engl. Oscillating Water Column; kurz OWC) nutzt die ein- und ausströmende Luft in einer Kammer, in der sich der Wasserspiegel durch eine Verbindung zum Meer hebt und senkt, durch einen Windgenerator. Das erste noch erhaltene Kraftwerk im Testbetrieb wurde bereits 2001 auf der schottischen Insel Islay errichtet. Das Juli 2011 in Nordspanien in Betrieb genommene Mutriku Plant ist das erste kommerziell genutzte Wellenkraftwerk in Europa und wendet ebenso das OWC-Verfahren an. Die Hauptaufgabe von Mutriku ist allerdings Hafenschutz. Die Baukosten werden aufgeteilt. Entsprechend günstiger sind die Kosten der Wellenenergie.


Eine sogenannte Seeschlange nutzt die Relativbewegung von Schwimmkörpern zueinander oder zum Ufer. Die Bewegung wird dabei über hydraulische Systeme umgesetzt, die den Generator antreiben. Seit 1998 leistete Richard Yemm, Erfinder, Gründer und CEO des schottischen Unternehmens Pelamis Wave Power Pionierarbeit. Ende 2014 wurde das Projekt zunächst aus Mangel an privaten Investitionen eingestellt. Allerdings im Februar 2015 wieder neu belebt.

Beim Projekt Wave Dragon wird die Wellenenergie über die Nutzung der potenziellen Energie (Höhenenergie) auflaufender Wellen auf eine Rampe genutzt.

Der Wave Roller befindet sich unter Wasser und nutzt die Orbitalbewegung der Wellen unter Wasser vor der Küste in Wassertiefen von 8 bis 23 m.